Zwischen all den bunten Zetteln steht eine einfache Frage:
Welches Gefühl behältst du für dich?
Ein Besuch der Sonderausstellung "Wie gehts? - mentale Gesundheit" im Hygienemuseum hinterließ bei den Azubi der Abschlussklasse 23H01 unterschiedliche und teils berührende Eindrücke. Wie schwer es uns manchmal fällt, über unsere Gefühle zu sprechen. Wie unterschiedlich reagiert die Gesellschaft auf mentale und psychische Probleme. Oh mein Gott, wurden tatsächlich so große Packungen mit Beruhigungsmitteln verschrieben?
Stellvertretend seien hier Katharinas Gedanken wiedergegeben:
Und plötzlich wird es still im Kopf.
So viele Gedanken, die sonst niemand hört. Angst. Druck. Zweifel. Dinge, die man runterschluckt, weil „man funktioniert ja“. Gerade im Alltag als Azubi – ständig Erwartungen, ständig Leistung. Und gleichzeitig reden wir kaum darüber, wie es uns wirklich geht.
Was mich an dieser Installation so getroffen hat:
Hier schreiben Menschen anonym das auf, was sie sonst nie aussprechen würden. Keine Namen. Kein Urteil. Nur echte Gefühle.
Und auf einmal merkt man: Du bist nicht allein damit.
Vielleicht wäre es leichter, wenn wir öfter den Mut hätten, ehrlich zu sein. Wenn wir nicht immer alles in uns hineinfressen müssten. Wenn „Wie geht’s dir?“ mehr wäre als nur eine Floskel.
Also ehrlich: Welches Gefühl behältst du für dich?
Text: A. Schönberg; Katharina J.; Bilder: 23H01






